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Kärnten (Onroad / Offroadtour) – Mai 2026

Endlich wieder auf Tour!

Das lange Warten hat ein Ende – unsere alljährliche Motorradtour kann beginnen! Schon seit Monaten freuen wir uns auf diese Woche, in der sich alles um Kurven, Pässe, Schotterpisten und gemeinsame Erlebnisse dreht.

Dieses Jahr ist allerdings vieles anders als gewohnt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist Günther nicht mehr mit dabei. Eine ungewohnte Situation, denn zahlreiche Touren und unzählige gemeinsame Kilometer verbinden uns. Natürlich wird er uns unterwegs immer wieder in den Sinn kommen.

Bei der Planung herrschte zunächst noch etwas Unsicherheit. Da wir nicht wussten, ob uns in diesem Jahr ein Wohnmobil zur Verfügung stehen würde, entschieden wir uns für eine komfortable Alternative: Ein Chalet für vier Personen auf dem Campingplatz Alpencamp in Kärnten sollte für die nächsten acht Tage unser Zuhause sein.

Mit Auto und Motorradanhänger machten wir uns auf den Weg. An Bord waren unsere beiden Motorräder, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die VOGE 300 Rally für die geplanten Offroad-Abenteuer abseits befestigter Straßen und die KTM 1290 Super Adventure S für die ausgedehnten Touren über die schönsten Alpenstraßen der Region.

Warum ein Chalet für vier Personen? Ganz einfach: Neben Eckhard waren diesmal auch Katharina, Doris und ich mit dabei. Damit war von Anfang an klar, dass diese Tour nicht nur aus Motorradfahren bestehen würde. Gemeinsame Ausflüge, gemütliche Abende auf der Terrasse und jede Menge Spaß gehörten ebenso zum Programm.

Die Motorräder waren verzurrt, das Gepäck verstaut und die Vorfreude riesengroß. Jetzt konnte das Abenteuer endlich beginnen.


Daten des 1. Tages (Freitag 22.05.2026)
Dornbirn – Kötschach-Mauthen
Abfahrt: 8:00 Uhr
Ankunft: 13:35 Uhr
Strecke: 391 Kilometer
Tanken: Euro 70.- / 36,87 Liter / Euro 1,899.- / Liter
Kilometerstand Anfang Tour: 20.728
Kilometerstand Ende Tour: 21.119
reine Fahrtzeit: 5 Stunde 30 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 8,5 Liter / 100 Kilometer
Übernachtung Koordinaten: E12°9’15.175″ // N47°27’2.491″
Übernachtung – what3words: einzug.vorhin.sprach
Übernachtungspreis: wir am Ende angegeben
Maut am Brenner: Euro 12,50
Maut Italien: Euro 4.-

Die Anreise erfolgte über die Autobahn von Dornbirn nach Innsbruck – Brenner – Bruneck – Innichen – Sillian – Lienz – Oberdrauburg – Gailbergsattel – Kötschach Mauthen

Daten des 2. Tages (Samstag 23.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Nockberge (Onroad mit KTM)
Abfahrt: 9:30 Uhr
Ankunft: 16:30 Uhr
Strecke: 300 Kilometer
Tanken: Euro 29.- / 15,27 Liter / Euro 1,899.- / Liter
reine Fahrtzeit: 4 Stunde 25 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5 Liter / 100 Kilometer

Download als gpx-Datei für Navi:


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Erste Onroadtour – Nassfeld und Nockberge

Für unsere erste Onroadtour hatten wir uns eigentlich eine bekannte Strecke vorgenommen. Zunächst ging es hinauf zum Nassfeld. Kurz vor der italienischen Grenze mussten wir allerdings feststellen, dass die Straße gesperrt war. Da wir die Strecke bereits von früheren Touren kannten und wussten, wie schön sie zu fahren ist, entschieden wir uns kurzerhand trotzdem für die Auffahrt. Also genossen wir die kurvenreiche Bergstraße bis zur Sperre und fuhren anschließend denselben Weg wieder zurück ins Tal.

Dort angekommen, änderten wir spontan unsere ursprünglichen Pläne. Anstatt wie vorgesehen in Richtung Soča-Tal weiterzufahren, entschieden wir uns für eine Runde durch die Nockberge. Eine Entscheidung, die wir keine Sekunde bereuten, denn die herrlichen Kurven, die beeindruckende Berglandschaft und das perfekte Motorradwetter sorgten für Fahrspaß pur.

Da die Strecke direkt am Wohnort meiner Cousine vorbeiführte, nutzten wir die Gelegenheit für einen kurzen Überraschungsbesuch bei Ursula. Leider war sie nicht zu Hause. Dafür trafen wir ihre Tochter Nina an, die sich sichtlich über unseren spontanen Besuch freute. Nach einer kurzen Brotzeit und einem netten Plausch mussten wir allerdings schon wieder aufbrechen, denn unser Zeitplan war bereits etwas ins Wanken geraten und die restlichen Kilometer warteten noch auf uns.

Zurück im Alpencamp erwartete uns dann das nächste Highlight des Tages. Unsere Haubenköchin Katharina und Grillmeister Eckhard hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und zauberten ein hervorragendes Abendessen auf den Tisch. Nach den vielen Kurven und Kilometern schmeckte das Essen gleich doppelt so gut. Bei einem gemütlichen Ausklang des Abends wurden die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passiert – ein perfekter Abschluss für unsere erste gemeinsame Tour bei 28 Grad und Sonnenschein pur.

Ein besonderes Kapitel dieser Tour verdient außerdem Katharina. Kaum hatten wir das Chalet bezogen, wurde eine sofortige Bestandsaufnahme durchgeführt. Das Ergebnis fiel aus ihrer Sicht ernüchternd aus: Das Chalet war zwar gemütlich, aber längst nicht so ausgestattet, wie es ihren Vorstellungen entsprach.

Kurzerhand wurde daher eine Shoppingtour gestartet. Auf der Einkaufsliste standen zunächst die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: eine ordentliche Salatschüssel, zusätzliche Messer und Löffel, Saugnäpfe für die Handtücher und ein Brotkorb. Mit viel Engagement und einem untrüglichen Blick fürs Detail wurde das Chalet Schritt für Schritt optimiert und wohnlicher gestaltet.

Das absolute Highlight des Einkaufs waren jedoch zwei Rumgläser. Deren Anschaffung wurde von Katharina als unverzichtbar eingestuft – und wie sich schnell herausstellte, lag sie damit nicht ganz falsch. Die Gläser kamen jeden Abend zuverlässig zum Einsatz und entwickelten sich rasch zu einem festen Bestandteil unserer Tourtradition.

So wurde aus dem gemieteten Chalet innerhalb kürzester Zeit nicht nur eine Unterkunft, sondern ein echtes Zuhause auf Zeit – selbstverständlich nach den hohen Qualitätsstandards unserer Einrichtungschefin Katharina.

Daten des 3. Tages (Sonntag 24.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Lesachtal (Onroad mit KTM)
Abfahrt: 9:30 Uhr
Ankunft: 15:30 Uhr
Strecke: 207 Kilometer
Tanken: Euro 21,76.- / 11,46 Liter / Euro 1,899.- / Liter
reine Fahrtzeit: 3 Stunde 35 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5,1 Liter / 100 Kilometer

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Unser Chalet am Campingplatz
Waldbrand im Lesachtal
Lesachtal
Lesachtal
Lesachtal
Lesachtal
kurze Pause
das war ein super Pass
war ebenfalls ein super Pass
den schiefen Turm gibt es nicht nur in Pisa
Tunnelbaustelle am Plöckenpass

Kurvenparadies in den Dolomiten

Die nächste Onroadtour führte uns durch einige der schönsten Motorradreviere Kärntens und Südtirols. Vom Lesachtal ging es zunächst über Sillian nach Innichen und weiter nach Sexten. Bereits hier boten die beeindruckenden Bergpanoramen eine perfekte Kulisse für einen gelungenen Motorradtag.

Anschließend folgte mit dem Kreuzbergsattel der erste fahrerische Höhepunkt des Tages. Doch das eigentliche Kurvenfeuerwerk begann wenig später am Sella Ciampigotto. Dieser Pass erwies sich als wahres Paradies für Motorradfahrer. Unzählige Kurven, kaum Verkehr und eine traumhafte Landschaft sorgten dafür, dass das Grinsen unter dem Helm kaum noch verschwinden wollte.

Als nächstes stand der Sella di Razzo auf dem Programm. Auch dieser Pass begeisterte auf ganzer Linie. Die Straße schlängelte sich durch eine beeindruckende Bergwelt und bot immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Gipfel.

Neben den vielen Kurven stellte uns an diesem Tag jedoch vor allem das Wetter auf die Probe. Die Temperaturen kletterten auf rund 30 Grad und verwandelten die Tour zeitweise in eine schweißtreibende Angelegenheit. Bei jeder Pause wurde daher nicht nur die Aussicht genossen, sondern auch nach Wasser gegriffen. Trotzdem waren wir uns am Ende des Tages einig: Für solche Strecken nimmt man die Hitze gerne in Kauf.

Mit vielen Kilometern, unzähligen Kurven und einer gehörigen Portion Dolomiten-Feeling kehrten wir am Abend müde, aber hochzufrieden ins Alpencamp zurück.

Daten des 4. Tages (Montag 25.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Mangart – Villacher Hochalpenstrasse (Onroad mit KTM)
Abfahrt: 8:40 Uhr
Ankunft: 16:35 Uhr
Strecke: 300 Kilometer
Tanken: Euro 30.- / 15,68 Liter / Euro 1,879.- / Liter
reine Fahrtzeit: 4 Stunde 47 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5 Liter / 100 Kilometer

Download als gpx-Datei für Navi:

Die rote Wand am Dobratsch (Parkplatz Nummer 6)
an diesem Felsen ist ersichtlich, wieviel anno dazumal vom Dobratsch weggebrochen ist
Am obersten Parkplatz vom Dobratsch – ab hier geht es nur noch zu Fuss nach oben

Mangart-Pech und spektakuläre Ausblicke am Dobratsch

Auch heute stand wieder eine beeindruckende Motorradrunde auf dem Programm. Vom Alpencamp aus führte uns die Strecke zunächst über den Plöckenpass in Richtung Italien. Schon die Auffahrt bot herrliche Kurven und traumhafte Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.

Weiter ging es über Sella Nevea zum nächsten geplanten Höhepunkt der Tour – dem Mangart. Leider sollte uns auch dieses Mal das Glück nicht hold sein. Wie schon bei früheren Versuchen war die Auffahrt gesperrt. Langsam entwickelt sich der Mangart zu einer Art persönlichem Fluch, denn jedes Mal, wenn wir ihn in unsere Tourenplanung aufnehmen, kommt etwas dazwischen. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf – irgendwann werden wir es bis ganz nach oben schaffen!

Da der Mangart erneut ausfiel, änderten wir unsere Route und machten uns auf den Weg zur Villacher Hochalpenstraße. Die kurvenreiche Auffahrt auf den Dobratsch ist immer wieder ein Erlebnis und zählt für viele Motorradfahrer zu den schönsten Panoramastraßen Kärntens.

Ein besonderer Höhepunkt erwartete uns am Parkplatz P6. Dort besuchten wir die spektakuläre Aussichtsplattform „Rote Wand“. Über einen barrierefreien Steg gelangt man auf den freischwebenden Skywalk, der rund 400 Meter über der rötlich gefärbten Felswand zu schweben scheint. Der Blick hinunter in die Tiefe sorgt für ordentlich Adrenalin, während sich gleichzeitig ein grandioses Panorama über die Karawanken und die Julischen Alpen eröffnet. Die gewaltigen Felsstürze vergangener Jahrtausende haben hier eine Landschaft geschaffen, die ihresgleichen sucht.
https://www.villacher-alpenstrasse.at/de/die-villacher-alpenstrasse/erlebniswelten

Als wäre die Tour nicht schon beeindruckend genug gewesen, zeigte sich auch das Wetter von seiner heißesten Seite. Mit einer Höchsttemperatur von 31 Grad wurde jeder Halt im Schatten dankbar angenommen. Unter den Motorradklamotten wurde es teilweise richtig schweißtreibend, doch die herrlichen Strecken und die grandiosen Aussichten machten jede Anstrengung mehr als wett.

Am Abend waren wir uns wieder einig: Der Mangart muss zwar weiterhin auf uns warten, aber mit dem Dobratsch und der Roten Wand hatten wir einen würdigen Ersatz gefunden.

Daten des 5. Tages (Dienstag 26.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Straninger Alm (Offroad mit VOGE)
Abfahrt: 9:15 Uhr
Ankunft: 14:35 Uhr
Strecke: 103 Kilometer
Tanken: Euro 8.- / 4,26 Liter / Euro 1,879.- / Liter
reine Fahrtzeit: 3 Stunde 50 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 3,3 Liter / 100 Kilometer

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Die Straninger Alm
Auf dem Weg von der Straninger Alm zur Weidegger Alm
Die Weidegger Alm
War hier tatsächlich gesperrt ?
Hier wird ein neuer Weg Richtung Pontebba gemacht
Auf dem Weg zum Monte Paularo
Auf dem Weg zum Monte Paularo
Auf dem Weg zum Monte Paularo
Auf dem Weg zum Monte Paularo
Auf dem Weg zum Monte Paularo – einfach nur schön
das ist ein sensationelles Panorama – und keine Motorradfahrer

Erste gemeinsame Offroadtour – Schotter, Sperren und jede Menge Fahrspaß

Heute stand für Eckhard und mich ein besonderes Highlight auf dem Programm: unsere erste gemeinsame Offroadtour mit der VOGE 300 Rally und der Suzuki. Das Ziel war die Straninger Alm, die wir über eine abwechslungsreiche Schotterroute erreichen wollten.

Schon zu Beginn zeigte sich allerdings, dass auch heute das Thema „Straßensperren“ ein treuer Begleiter werden würde. Die ursprünglich geplante Auffahrt von Stranig aus war noch gesperrt, da die Strecke offiziell erst am 1. Juni 2026 für den Verkehr freigegeben wird. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns für Plan B und fuhren über Goderschach in Richtung Straninger Alm.

Dort erwartete uns die nächste Überraschung: Auch diese Strecke war eigentlich gesperrt. Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage konnten uns solche Kleinigkeiten jedoch nicht mehr wirklich aus der Ruhe bringen. Also ging es vorsichtig weiter bergauf.

Nach wenigen Kilometern wurde unser Vorwärtsdrang allerdings jäh gebremst. Ein riesiger Grader arbeitete sich gerade die Forststraße entlang und hatte die gesamte Fahrbahn aufgerissen und neu planiert. Nach einem freundlichen Gruß an den Fahrer und einer kurzen Wartezeit konnten wir unsere Fahrt fortsetzen.

Was dann folgte, hatte es durchaus in sich. Die frisch bearbeitete Schotterpiste war stellenweise extrem weich und verlangte volle Konzentration. Die Motorräder suchten sich ihren Weg durch den lockeren Untergrund, das Hinterrad tanzte gelegentlich leicht hin und her, und wir die Fahrer mussten ordentlich arbeiten. Genau solche Passagen sind es aber, die eine Offroadtour spannend machen und für das berühmte Grinsen im Helm sorgen.

Oben angekommen wurden wir für die Mühen mit einer herrlichen Aussicht auf der Straninger Alm belohnt. Von dort führte uns die Route weiter zur Weidegger Alm und anschließend zur Achornachalm. Immer wieder wechselten sich Schotterpassagen, Almwege und traumhafte Ausblicke auf die Karnischen Alpen ab.

In Paularo legten wir eine wohlverdiente Kaffeepause ein, bevor das nächste Highlight auf uns wartete: die Auffahrt auf den Monte Paularo. Diese Strecke war ein echtes Erlebnis und gehörte zweifellos zu den Höhepunkten des Tages. Einsame Bergstraßen, spektakuläre Ausblicke und kaum Verkehr – Motorradherz, was willst du mehr?

Über Paluzza ging es schließlich zurück in Richtung Österreich. Nach der Auffahrt über den Plöckenpass rollten wir entspannt hinunter nach Kötschach-Mauthen und zurück ins Alpencamp.

Am Ende des Tages waren wir uns einig: Trotz gesperrter Strecken, Baustellen und anspruchsvoller Schotterpassagen war die erste gemeinsame Offroadtour ein voller Erfolg. Genau solche Erlebnisse machen den besonderen Reiz des Abenteuerfahrens aus.

Daten des 6. Tages (Mittwoch 27.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Panoramica delle vette (Offroad mit VOGE)
Abfahrt: 9:15 Uhr
Ankunft: 13:50 Uhr
Strecke: 136,5 Kilometer
Tanken: Euro 8,70.- / 4,6 Liter / Euro 1,879.- / Liter
reine Fahrtzeit: 3 Stunde 20 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 3,3 Liter / 100 Kilometer

Download als gpx-Datei für Navi (Offroad):

Die Navigation hat nicht ganz gepasst…
Hier wurde es dann etwas gröber
und dann war Ende im Gelände
es gab keinen Weg mehr und wir musste umdrehen – aber was soll´s – schön war´s

Die nächsten Fotos sind alle auf dem Weg zur “Panoramica delle vette”
(einfach nur schön)

auch noch etwas Schnee war dabei
aber die Motorräder sind einfach nur Spitze für solche Touren

Panoramica delle Vette – Kurven, Aussicht und Vollgas

Heute führte uns die Offroadtour zunächst wieder über den Plöckenpass nach Italien. Von dort ging es weiter über Paluzza hinauf zum Zouf Plan und anschließend auf die legendäre Panoramica delle Vette.

Bereits die Auffahrt ließ erahnen, warum diese Strecke unter Motorradfahrern als Geheimtipp gilt. Doch je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Tief unter uns lagen die Täler, während sich am Horizont Gipfel an Gipfel reihten. Irgendwann gingen uns die Superlative aus. Mehr Panorama geht einfach nicht mehr. Hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neuer Ausblick, der den nächsten noch übertraf. Die Panoramica delle Vette trägt ihren Namen völlig zu Recht.

Neben der traumhaften Landschaft gab es für mich an diesem Tag noch einen weiteren Grund zur Freude. Endlich fahre ich einmal ein Motorrad, das weniger Benzin verbraucht als das von unserem Ökofuzzi Eckhard! Dieser historische Moment musste natürlich entsprechend gewürdigt werden. Jahrelang durfte ich mir anhören, wie sparsam andere Motorräder unterwegs sind – nun hatte sich das Blatt endlich gewendet.

Überhaupt macht die VOGE 300 Rally mittlerweile richtig Laune. Je länger ich mit ihr unterwegs bin, desto mehr wächst sie mir ans Herz. Auf Strecken wie dem Plöckenpass zeigt sich ihr wahres Talent. Während man mit einer großen Reiseenduro ständig Leistung zurücknehmen muss, lautet das Motto bei der VOGE ganz einfach: Vollgas!

Der Gashahn wird geöffnet und bleibt es praktisch die ganze Zeit. Bremsen, einlenken, beschleunigen – und sofort wieder Vollgas. Die Maschine lässt sich spielerisch durch die Kurven werfen, vermittelt ein unglaubliches Maß an Fahrspaß und sorgt dafür, dass man mit einem breiten Grinsen im Helm unterwegs ist. Nicht die Leistung steht hier im Vordergrund, sondern der Spaßfaktor – und der ist gewaltig.

Am Abend waren wir uns einig: Die Kombination aus spektakulären Ausblicken, einsamen Bergstraßen und einer kleinen, leichten Enduro ist nur schwer zu toppen. Die Panoramica delle Vette war definitiv eines der Highlights unserer bisherigen Tour.

Daten des 7. Tages (Donnerstag 28.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Maniago Mania – Passo di Rest (Onroad mit KTM)
Abfahrt: 9:00 Uhr
Ankunft: 16:00 Uhr
Strecke: 260 Kilometer
Tanken: Euro 27.- / 14,37 Liter / Euro 1,879.- / Liter
reine Fahrtzeit: 5 Stunde 10 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5,4 Liter / 100 Kilometer

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Da lacht das Bikerherz
spannende Streckenführung
Warten die Beiden schon wieder auf mich – ich war mit der Drohne beschäftigt
ein schönes Fleckchen
eine Pause war zwingend notwendig
Es hat sich einfach angeboten hier eine Pause im Schatten zu machen
logischerweise war auch dieser Pass gesperrt – es waren nur Radfahrer auf dem Weg
Die Strasse war einfach weg 🙂
aber so richtig weg
ist das ein Verkaufsfoto von Eckhard ?
Da lächelt Madame

Gesperrt? Na und! – Abenteuer am Passo Rest

Auch heute führte uns die Route zunächst über den mittlerweile bestens bekannten Plöckenpass nach Italien. Von Paluzza aus ging es weiter auf der SS465 in Richtung Passo Rest – ein Pass, der uns von der ersten Kurve an begeisterte.

Die Straße schlängelte sich durch eine wunderschöne Berglandschaft, bot flüssige Kurvenkombinationen und kaum Verkehr. Genau die Art von Strecke, für die wir unsere Motorräder mitgenommen hatten. Schon nach wenigen Kilometern war klar: Der Passo Rest gehört definitiv zu den Highlights dieser Tour.

Natürlich wäre es keine unserer Touren gewesen, wenn nicht irgendwann wieder ein Schild mit der Aufschrift „Straße gesperrt“ aufgetaucht wäre. Mittlerweile gehört das fast schon zum Standardprogramm unserer Reisen. Während andere vermutlich umgedreht hätten, beschlossen wir, uns die Sache zumindest einmal genauer anzusehen.

Am höchsten Punkt der Strecke legten wir zunächst eine dringend benötigte Pause ein. Dort trafen wir einige Rennradfahrer, die uns berichteten, dass die Strecke talwärts grundsätzlich problemlos passierbar sei. Das ließ unsere Zuversicht natürlich sofort steigen.

Also ging es weiter – und was für eine Abfahrt das war! Kurve um Kurve schlängelte sich die Straße durch die beeindruckende Berglandschaft. Es passte einfach alles: das Wetter, die Strecke, die Aussicht und die Motorräder. Manchmal gibt es Tage, an denen einfach alles zusammenkommt, und genau so ein Tag war das.

Irgendwann wurde auch der Grund für die Sperre sichtbar. Eine Brücke bzw. die Straße existierte nicht mehr, und es war offensichtlich, dass sie auch nicht wieder aufgebaut werden würde. Für normale Fahrzeuge bedeutete das definitiv das Ende der Strecke. Mit unseren Enduros sah die Sache jedoch etwas anders aus. Mit der nötigen Vorsicht fanden wir problemlos unseren Weg und konnten die Tour fortsetzen.

Rückblickend war es einer dieser Tage, die man noch lange in Erinnerung behält. Eine großartige Strecke, fantastische Landschaften und wieder einmal der Beweis, dass ein „Straße gesperrt“-Schild für uns oft eher der Beginn eines Abenteuers als das Ende einer Tour ist.

Daten des 8. Tages (Freitag 29.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Jaukenalm – Zollnerseehütte – Hochstadelhaus (Offroad mit VOGE)
Abfahrt: 8:30 Uhr
Ankunft: 14:30 Uhr
Strecke: 137 Kilometer
Tanken: Euro 8,27.- / 4,4 Liter / Euro 1,879.- / Liter
reine Fahrtzeit: 4 Stunde 35 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 3,2 Liter / 100 Kilometer

Download als gpx-Datei für Navi (Offroad):

Ausblick von der Jaukenalm
Verkaufsfoto – nein, ich behalte die VOGE
Das könnte ein Verkaufsfoto sein – wer weiss
hat Spass gemacht
Die Jaukenalm
Wenn die Straße nicht gesperrt gewesen wäre, könnte man mit dem Auto bis auf die Jaukenalm fahren und dann von hier aus Wandern.
Der Baum hat seine beste Zeit hinter sich
laut Eckhard locker befahrbar – aber halt nicht lange
hab mich dann wieder zurückgekämpft
Blick auf die Rosserhütte Zollner
kurz vor der Zollnerseehütte
Richtung Zollnerseehütte
Die Zollnerseehütte – die war bewirtet
Die Zollnerseehütte
nach der Zollnerseehütte ging es dann noch zum Hochstadelhaus
da werden auf wenigen Serpentinen sehr viele Höhenmeter gemacht
Fahrfehler dürfen keine passieren, denn hier geht es einfach nur sehr tief, ohne Leitplanke, runter
endlich ganz oben angekommen
das war ein harter Ritt zum Hochstadelhaus

Zum Abschluss noch einmal alles gegeben

Für den letzten Offroadtag hatten Eckhard und ich nur ein Ziel: Noch einmal alles aus unseren kleinen Enduros herausholen und die Tour mit einem echten Highlight abschließen. Dass wir am Abend völlig erledigt am Campingplatz ankommen würden, ahnten wir zwar – aber wie anstrengend der Tag tatsächlich werden sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Unser erstes Ziel war die Jaukenalm. Und wie sollte es anders sein – die Zufahrtsstraße war natürlich wieder einmal gesperrt. Mittlerweile gehört das bei unseren Touren fast schon zur Tradition. Der Vorteil: Wir hatten die gesamte Strecke für uns allein. Keine Autos, keine Mountainbiker, keine Wanderer – nur wir, unsere Motorräder und die Berge.

Oben angekommen wurden wir mit einem Panorama belohnt, das sich kaum in Worte fassen lässt. Die Fotos werden später beweisen, dass wir nicht übertrieben haben. Solche Momente sind es, für die man sich durch Schotter, Staub und Geröll kämpft.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter zur Zollnerseehütte. Überraschenderweise war auch diese Strecke gesperrt. Das konnte uns inzwischen allerdings nicht mehr wirklich beeindrucken. Die Hütte selbst war bewirtet und als wir ankamen, saßen dort bereits einige Mountainbiker auf der Terrasse.

Der Hüttenwirt betrachtete uns zunächst etwas skeptisch, als wir mit unseren staubigen Motorrädern vorfuhren. Nach ein paar freundlichen Worten war das Eis jedoch schnell gebrochen. Und spätestens nach dem ersten Schluck Kaffee und dem hervorragenden Apfelstrudel waren wir uns einig: Allein dafür hatte sich die Auffahrt gelohnt.

Doch unser Offroad-Hunger war noch lange nicht gestillt.

Also nahmen wir auch noch das Hochstadelhaus ins Visier. Unterwegs trafen wir einen freundlichen Bauern, bei dem wir mitten durch seine Kuhherde fahren mussten. Er erklärte uns, dass wir mit unseren Enduros problemlos bis zum Hochstadelhaus fahren dürften.

Was danach folgte, war Offroadfahren in seiner reinsten Form.

Die Strecke hatte mit den bisherigen Auffahrten nur noch wenig gemeinsam. Enge Steilkurven, tiefer Schotter, lose Felsbrocken und immer wieder große Steine verlangten volle Konzentration. Zwölf Kilometer bergauf und anschließend dieselben zwölf Kilometer wieder bergab – eine Strecke, die Fahrer und Motorräder gleichermaßen forderte.

Jede Kurve musste sauber gefahren werden, jeder Fehler hätte unnötige Kraft gekostet. Mit jedem Kilometer spürten wir deutlicher, dass wir bereits einen langen Tag hinter uns hatten. Als wir schließlich wieder im Tal ankamen, waren wir körperlich komplett leer.

Als wir am Abend zurück im Alpencamp ankamen, waren Eckhard und ich schlichtweg fertig. Die Arme schwer, die Beine müde und die Konzentration aufgebraucht. Kurz gesagt: Wir waren so richtig am Arsch.

Aber genau deshalb war es ein perfekter Abschluss. Traumhafte Panoramen, großartige Schotterstrecken, nette Begegnungen, hervorragender Apfelstrudel und echtes Abenteuerfahren bis zum letzten Kilometer.

Anstrengend? Absolut.
Würden wir es wieder machen?
Sofort. 🙂

Daten des 9. Tages (Samstag 30.05.2026)
Kötschach-Mauthen – Dornbirn
Abfahrt: 8:30 Uhr
Ankunft: 15:25 Uhr
Strecke: 562,1 Kilometer
Tanken: Euro 50.- / 23,37 Liter / Euro 2,139.- / Liter
Euro 52.- / 30,45 Liter / Euro 1,708.- / Liter
reine Fahrtzeit: 7 Stunden
Maut Tauernautobahn: Euro 15.-

Detailauswertung der gesamten Tour:

Auto:
953,1 Kilometer
Tanken: Euro 172.-
Liter: 90,69
Fahrzeit: 12 Stunden 30 Minuten
Maut: Euro 31,50

Motorrad Onroad:
1067 Kilometer
Tanken: Euro 107,76.-
Liter: 56,78
Fahrzeit: 18 Stunden

Durchschnittsverbrauch: 5,1 Liter

Motorrad Offroad:
376 Kilometer
Tanken: Euro 24,97.-
Liter: 13,26
Fahrzeit: 11 Stunden
45 Minuten
Durchschnittsverbrauch:

8 Tage auf dem Weg

Maut gesamt: Euro 31,50.-
Übernachtungskosten gesamt:

Euro 1.314,80 für 8 Übernachtungen (4 Personen)
Somit pro Paar mit Frühstück und Strom Euro 657,40.-
somit Gesamtkosten / Paar = Euro 994.-
(Wir waren 2x Essen das ist bei den Kosten nicht dabei)

Resümee

Acht Tage gehen oft schneller vorbei, als einem lieb ist. Wenn wir auf diese gemeinsame Woche zurückblicken, bleibt vor allem eines in Erinnerung: Es hat einfach alles gepasst.

Wir wurden die gesamte Woche mit traumhaftem Wetter verwöhnt – bessere Bedingungen für unsere geplanten Motorradtouren hätten wir uns kaum wünschen können. Egal ob auf den kurvenreichen Passstraßen Kärntens und Italiens oder auf den zahlreichen Schotterpisten zu den Almen und Berghütten – jeder Tag brachte neue Erlebnisse, beeindruckende Landschaften und unzählige schöne Momente.

Besonders erfreulich: Sämtliche Onroad- und Offroadtouren verliefen ohne Stürze oder größere Zwischenfälle. Nach vielen gefahrenen Kilometern, anspruchsvollen Schotterpassagen und mancher improvisierten Routenänderung aufgrund von Straßensperren ist das alles andere als selbstverständlich.

Was diese Woche jedoch wirklich besonders gemacht hat, waren nicht nur die Motorräder oder die spektakulären Strecken, sondern die gemeinsame Zeit. Wir vier haben jede Minute genossen, viel gelacht, gut gegessen und zahlreiche Erinnerungen geschaffen, die noch lange nachwirken werden.

Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Katharina. Sie hat uns die gesamte Woche über verwöhnt und dafür gesorgt, dass es uns an nichts fehlte. Vom Frühstück bis zum Abendessen wurde mit viel Liebe und Engagement gekocht, vorbereitet und organisiert. Oft hatten wir das Gefühl, in einem kleinen Hotel mit persönlichem Haubenservice zu wohnen. Liebe Katharina, nochmals ein herzliches Dankeschön für deinen unermüdlichen Einsatz und deine Geduld mit zwei motorradverrückten Tourenteilnehmern und Doris.

Für Eckhard und mich hatten die Offroadtouren zusätzlich noch einen ganz besonderen Zweck. Sie waren gewissermaßen die Generalprobe für unser nächstes großes Abenteuer. Die Fahrten über Schotterpisten, Almenwege und anspruchsvolle Bergstrecken haben uns gezeigt, dass die Begeisterung für das Offroadfahren größer ist denn je. Wir haben definitiv Blut geleckt.

Wenn Gesundheit, Fitness und die äußeren Umstände mitspielen, werden wir uns im nächsten Jahr an die höchsten Militärstraßen Europas wagen. Die Vorfreude darauf ist bereits jetzt riesig.

Zum Abschluss bleibt nur noch ein Wunsch: Dass wir eine solche Woche irgendwann wieder gemeinsam erleben dürfen. Zu viert, mit Motorrädern, guter Laune, vielen Kurven, etwas Schotter, gemütlichen Abenden und jeder Menge gemeinsamer Erinnerungen.

Denn genau diese Momente sind es, die eine Motorradtour zu etwas ganz Besonderem machen.

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