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4 -Tages Motorradtour Österreich Juni 2026

Unterwegs auf vertrauten Wegen

Nach unserer gemeinsamen Woche in Kärnten stand für Doris und mich noch eine weitere Motorradtour auf dem Programm. Die Route war dabei keine unbekannte: Wie bereits im vergangenen Jahr führte sie uns zunächst nach Kärnten, anschließend weiter nach Leibnitz, von dort nach Bischofshofen und schließlich wieder zurück nach Hause.

Manche Strecken verlieren auch beim zweiten oder dritten Mal nichts von ihrem Reiz. Im Gegenteil – man freut sich auf bekannte Kurven, schöne Aussichtspunkte und Orte, an denen man bereits gute Erinnerungen gesammelt hat. So konnten wir die Tour entspannt genießen und uns ganz auf das Fahren konzentrieren.

Auch wenn die Tour in diesem Jahr in einer etwas anderen Besetzung stattfand, blieb der besondere Charakter dieser Reise erhalten. Die Mischung aus schönen Straßen, beeindruckenden Landschaften und gemütlichen Pausen machte auch diesmal wieder den Reiz dieser Strecke aus.

Für den Abschnitt von Leibnitz nach Bischofshofen bekamen wir zudem Verstärkung. Eckhard stieß mit seiner KTM 890 zu uns und begleitete uns auf dieser Etappe. Gemeinsam genossen wir die herrlichen Straßen, die abwechslungsreiche Landschaft und die vielen Kurven, die diesen Streckenabschnitt so besonders machen. Wie so oft vergingen die Kilometer im Flug, während an den Pausenstopps über Motorräder, vergangene Touren und zukünftige Abenteuer gefachsimpelt wurde.

Doris und ich genossen die gesamte Tour sehr. Das Wetter spielte mit, die Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite und wir konnten viele entspannte Stunden auf dem Motorrad verbringen. Oft sind es nicht die spektakulären neuen Ziele, die eine Reise besonders machen, sondern die vertrauten Wege, die man mit schönen Erinnerungen verbindet.

So wurde auch diese Tour wieder zu einer Reise voller schöner Momente, guter Gespräche und unvergesslicher Motorradkilometer. Und eines ist sicher: Diese Strecke werden wir auch in Zukunft gerne wieder unter die Räder nehmen.

Daten des 1. Tages (Donnerstag 04.06.2026)
Dornbirn – Velden
Abfahrt: 8:20 Uhr
Ankunft: 18:15 Uhr
Strecke: 523 Kilometer
Kilometerstand Anfang Tour: 39.809
Kilometerstand Ende Tour: 40.332
reine Fahrtzeit: 7 Stunde 30 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5,1 Liter / 100 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 69 Stundenkilometer
Maut Timmelsjoch: Euro 18.-
Tanken: Euro 10.- / 5,08 Liter / 1,969 pro Liter
Euro 33,47.- / 18,30 Liter / 1,829 pro Liter
Übernachtungskosten: Euro 105.- (ohne Frühstück)

Auf nach Kärnten

Für Doris und mich begann die Tour früh am Morgen in Dornbirn. Zunächst ging es auf die Autobahn in Richtung Tirol über den Arlbergpass, denn unser erstes Ziel war gleich ein echter Klassiker der Alpen: das Timmelsjoch.
Oben angekommen wurden wir allerdings nicht gerade mit sommerlichen Temperaturen empfangen. Gerade einmal 6 Grad zeigte das Thermometer an. Trotz strahlendem Wetter war es auf dieser Höhe überraschend frisch und wir waren froh über jede Schicht unter der Motorradbekleidung.
Vom Timmelsjoch führte uns die Route weiter über den Jaufenpass. Dort wurde es mit immerhin 11 Grad schon etwas angenehmer, auch wenn von Sommer noch nicht wirklich die Rede sein konnte. Die herrlichen Kurven und die beeindruckende Berglandschaft entschädigten jedoch für die kühlen Temperaturen.
Weiter ging es über Sterzing, Bruneck, Innichen und Sillian in Richtung Lesachtal. Für Doris und mich gehört das Lesachtal zu den schönsten Tälern Österreichs. Die Landschaft, die Ruhe und die wenig befahrene Straße machen jede Fahrt durch dieses Tal zu einem besonderen Erlebnis. Entsprechend genossen wir jeden einzelnen Kilometer.
Über Kötschach-Mauthen führte uns die Strecke anschließend durch das Gailtal weiter nach Arnoldstein und schließlich nach Federaun. Dort stand ein kurzer Boxenstopp auf dem Programm. Bei Ursula angekommen, trafen wir auch Katharina und nutzten die Gelegenheit für einen gemütlichen Plausch bei einem Glas Wasser. Solche spontanen Begegnungen machen eine Motorradtour oft genauso wertvoll wie die schönsten Passstraßen.

Frisch gestärkt machten wir uns danach auf die letzten Kilometer des Tages. Unser Ziel war das Hotel Garni Wurzer in Velden
https://www.hotelwurzer.at/ am Wörthersee. Nach einem langen Fahrtag mit einigen der schönsten Alpenstraßen, frischen Temperaturen am Morgen und vielen landschaftlichen Höhepunkten freuten wir uns darauf, den Abend entspannt ausklingen zu lassen. In Velden haben wir dann ein gemütliches Abendessen bei 26 Grad genossen.

Daten des 2. Tages (Freitag 05.06.2026)
Velden – Leibnitz
Abfahrt: 8:15 Uhr
Ankunft: 10:15 Uhr
Strecke: 189 Kilometer
Kilometerstand Anfang Tour: 40.332
Kilometerstand Ende Tour: 40.521
reine Fahrtzeit: 1 Stunde 50 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5,7 Liter / 100 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 102 Stundenkilometer
Tanken: Euro 26,69.- / 15,71 Liter / 1,699 pro Liter
Übernachtungskosten: kostenlos

Regen, Autobahn und ein herzlicher Empfang in Leibnitz

Der zweite Tag unserer Tour begann leider deutlich weniger spektakulär als der erste. Allerdings kam der Regentag nicht überraschend. Bereits am Vorabend hatten die Wetterberichte für ganz Österreich nichts als Regen angekündigt. Somit war schnell klar, dass wir unsere ursprünglichen Pläne über Bord werfen und den direkten Weg nach Leibnitz wählen würden.

Also ging es von Velden auf kürzestem Weg über die Autobahn in Richtung Graz und weiter nach Leibnitz. Die gesamte Fahrzeit verbrachten wir praktisch im Regen. Motorradfahrerisch war diese Etappe zwar kein Highlight, aber manchmal muss man einfach akzeptieren, was Petrus für einen bereithält. Nach rund einer Stunde und fünfzig Minuten erreichten wir schließlich unser Tagesziel in Leibnitz.

Dort angekommen zeigte das Thermometer angenehme 17 Grad. Für mich war das genau die richtige Temperatur – meine persönliche Wohlfühlzone. Doris dürfte das vermutlich etwas anders gesehen haben.

Wie immer wurden wir in Leibnitz herzlich empfangen und fühlten uns vom ersten Moment an willkommen. Über die kulinarische Versorgung darf ich in diesem Bericht offiziell nichts schreiben. Mir wurde unmissverständlich mitgeteilt, dass entsprechende Lobeshymnen nicht mehr notwendig seien.

Sagen wir es deshalb ganz diplomatisch: Sollte ich jemals ein Mitspracherecht bei der Vergabe von Hauben für besondere Kochleistungen erhalten, dann hätte ich bereits eine sehr konkrete Vorstellung, wer auf meiner persönlichen Kandidatenliste ganz weit oben stehen würde.

So wurde aus einem verregneten Reisetag dennoch ein gemütlicher und entspannter Abschnitt unserer Tour. Manchmal sind es eben nicht die spektakulären Passstraßen, sondern die netten Begegnungen und die gemeinsame Zeit, die einen Tag besonders machen.

Daten des 3. Tages (Samstag 06.06.2026)
Leibnitz – Bischofshofen
Abfahrt: 8:30 Uhr
Ankunft: 13:00 Uhr
Strecke: 266 Kilometer
Kilometerstand Anfang Tour: 40.521
Kilometerstand Ende Tour: 40.786
reine Fahrtzeit: 3 Stunde 35 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter / 100 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 74 Stundenkilometer
Tanken: Euro 24.- / 13,80 Liter / 1,739 pro Liter
Übernachtungskosten: Euro 241.- (ohne Frühstück) für 3 Personen

Traumetappe nach Bischofshofen

Nach dem verregneten Vortag meinte es das Wetter endlich wieder gut mit uns. Bei angenehmen 24 Grad und strahlendem Sonnenschein starteten wir in Leibnitz zur nächsten Etappe. Besonders erfreulich war, dass uns Eckhard mit seiner KTM 890 auf dem Weg nach Bischofshofen begleitete.

Die Route führte uns zunächst über Köflach, Krenhof und Sala in Richtung Gaberl. Gerade die Abschnitte rund um Sala und das Gaberl gehören für uns zu den schönsten Motorradstrecken der Steiermark. Flotte Kurven, wenig Verkehr und herrliche Landschaften sorgen dort jedes Mal für Fahrspaß pur.

Weiter ging es über Murau, Tamsweg und Radstadt bis nach Bischofshofen. Diese Strecke bietet eigentlich alles, was das Motorradfahrerherz begehrt: Kurvenreiche Straßen, beeindruckende Landschaften, abwechslungsreiche Streckenführungen und zahlreiche Ausblicke, bei denen man am liebsten ständig anhalten würde. Es war einer jener Tage, an denen man sich nach jeder Kurve auf die nächste freut.

Da wir deutlich früher als geplant in Bischofshofen ankamen, standen wir plötzlich vor einem ungewohnten Problem: Wir hatten Zeit. Das Zimmer hatte ich bereits im Vorfeld reservieren müssen, da in der gesamten Umgebung kaum noch freie Unterkünfte zu finden waren. Glücklicherweise hatte sich die Suche gelohnt.

Anstatt sofort wieder auf die Motorräder zu steigen, nutzten wir die Gelegenheit für einen gemütlichen Nachmittag. Schließlich muss sich nicht jede Minute einer Motorradtour ums Fahren drehen. Bei guten Gesprächen, einem Kaffee und viel Zeit zum Plaudern ließen wir den Tag entspannt ausklingen und genossen die gemeinsame Zeit.

Übernachtet haben wir schließlich im Harry’s Home in Bischofshofen. Nach einer rundum gelungenen Etappe konnten wir dort den Abend gemütlich ausklingen lassen und die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

Manchmal sind es genau diese Tage, an denen einfach alles stimmt: perfektes Wetter, großartige Strecken, gute Gesellschaft und genügend Zeit, um die Tour auch abseits des Motorrads zu genießen.

Daten des 4. Tages (Sonntag 07.06.2026)
Bischofshofen – Dornbirn
Abfahrt: 8:45 Uhr
Ankunft: 14:15 Uhr
Strecke: 385 Kilometer
Kilometerstand Anfang Tour: 40.786
Kilometerstand Ende Tour: 41.171
reine Fahrtzeit: 4 Stunde 55 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 5,0 Liter / 100 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 78 Stundenkilometer
Tanken: Euro 33,50.- / 19,88 Liter / 1,685 pro Liter
Übernachtungskosten: kostenlos

Heimreise bei Kaiserwetter

Leider kam irgendwann auch der Tag der Heimreise. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns in Bischofshofen wieder auf den Weg in Richtung Vorarlberg. Die Temperaturen waren beim Start mit angenehmen 16 Grad noch recht frisch, versprachen aber einen perfekten Motorradtag.

Unsere Route führte uns zunächst über St. Johann im Pongau und den Pass Thurn nach Kitzbühel. Schon auf diesem Abschnitt zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein, trockene Straßen und eine herrliche Fernsicht begleiteten uns durch die beeindruckende Berglandschaft.

Von Kitzbühel ging es weiter in Richtung Wörgl. Danach wechselten sich Abschnitte auf Nebenstraßen mit Teilstücken auf der Autobahn ab. Nicht immer die spannendste Variante für Motorradfahrer, aber manchmal die sinnvollste, wenn man noch einige Kilometer vor sich hat.

Das eigentliche Highlight des Tages wartete jedoch noch auf uns. Am Arlberg angekommen entschieden wir uns natürlich nicht für den Tunnel, sondern für die alte Arlberg-Panoramastraße. Diese Strecke begeistert uns jedes Mal aufs Neue. Die herrliche Straßenführung, die beeindruckenden Ausblicke und das besondere Flair der historischen Passstraße machen jede Auffahrt zu einem Erlebnis. Egal wie oft man dort unterwegs ist – sie bleibt einfach eine der schönsten Verbindungen zwischen Tirol und Vorarlberg.

Je näher wir Dornbirn kamen, desto wärmer wurde es. Während wir in Bischofshofen noch bei 16 Grad gestartet waren, empfing uns die Heimat schließlich mit sommerlichen 24 Grad.

Das Beste an diesem Tag war jedoch das Wetter. Vom Start bis zur Ankunft begleiteten uns Sonnenschein und ideale Bedingungen. Kein Regen, keine dunklen Wolken und keine unangenehmen Überraschungen – einfach ein perfekter Abschluss einer wunderschönen Motorradtour.

Mit vielen neuen Eindrücken, zahlreichen schönen Erinnerungen und etlichen gefahrenen Kilometern erreichten wir schließlich wieder Dornbirn. Wieder einmal zeigte sich, dass es nicht immer die spektakulärsten Reisen sein müssen. Gute Strecken, schönes Wetter und gemeinsame Erlebnisse reichen völlig aus, um eine Tour unvergesslich zu machen.

Anbei noch ein paar Fotos der gesamten Tour (die Fotos wurden von Doris während dem Fahren gemacht)

Detailauswertung der gesamten Tour:

Motorrad:
1362 Kilometer
Tanken: Euro 128- / 73 Liter
Durchschnittsverbrauch: 5,0 Liter
Reine Fahrtzeit: 18 Stunden

4 Tage auf dem Weg

Maut gesamt: Euro 18.-
Übernachtungskosten gesamt:

Euro 226.- für 3 Übernachtungen (2 Personen)
Gesamtkosten für 2 Personen für diesen Urlaub waren Euro 500.- (mit Essen)

Resümee

Auch diese Motorradtour hat wieder einmal gezeigt, dass man nicht immer neue Ziele braucht, um großartige Erlebnisse zu sammeln. Die Kombination aus Kärnten, Leibnitz, Bischofshofen und der Heimfahrt über einige der schönsten Motorradstrecken Österreichs hat uns erneut begeistert.

Wir hatten von fast allem etwas dabei: traumhafte Passstraßen, kurvenreiche Landstraßen, beeindruckende Landschaften, gemütliche Pausen, nette Begegnungen und leider auch einen Regentag. Doch selbst dieser konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Im Gegenteil – gerade solche Tage gehören zu einer Motorradtour dazu und machen die sonnigen Abschnitte umso wertvoller.

Besonders schön war es, dass uns Eckhard auf der Etappe von Leibnitz nach Bischofshofen begleitet hat. Gemeinsam macht das Motorradfahren einfach noch mehr Spaß, und die vielen Gespräche während der Pausen gehören genauso zur Tour wie die gefahrenen Kilometer.

Für Doris und mich steht nach dieser Tour jedenfalls fest, dass wir diese Runde auch in Zukunft fahren möchten. Die Strecke bietet genau die richtige Mischung aus Fahrspaß, Landschaft, Genuss und Entspannung. Mittlerweile ist daraus mehr geworden als nur eine Motorradtour – sie entwickelt sich langsam zu einer lieb gewonnenen Tradition.

Wenn alles passt, möchten wir diese Reise auch in den kommenden Jahren wieder unternehmen. Manche Touren fährt man einmal. Andere bleiben im Kalender, weil man sich jedes Jahr aufs Neue darauf freut.

Und genau zu diesen Touren gehört für uns die Runde über Kärnten, Leibnitz und Bischofshofen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

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